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 Betreff des Beitrags: Dario Argento - Horrorfilmlegende oder Regie-Horror?
BeitragVerfasst: 29. Sep 2010, 18:56 
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Ich hoffe ich habe hier jetzt alles richtig gemacht, wenn nicht, seid euch nicht zu schade diesen Thread zu closen. :)

Gedacht ist es, diesen Thread als Sammelthread für diverse Argento-Reviews zu nutzen. Dabei kann hier jeder seine Eindrücke zu Argento und seinen Filmen niederschreiben.

Mich hat also sozusagen das Argento-Fieber gepackt.

Anfangen will ich mit:

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Deutscher Titel: Suspiria

Original Titel: Suspiria

Regie: Dario Argento

Darsteller: Jessica Harper et al

Starttermine (Kino): 5. Mai 1977

Starttermine (DVD/Blu-ray): -

Trailer-Link: http://www.youtube.com/watch?v=_8zbV_fFkYs

IMDb-Link: http://www.imdb.de/title/tt0076786/

35MM Thread-Link: -

Nachdem ich mich lange davor gedrückt habe (ich kann jetzt gar nicht mehr sagen weshalb), habe ich mir nun einmal Dario Argentos viel gelobtes vorgebliches Meisterwerk Suspiria angesehen.

Tänzerin Suzy Bannion kommt von New York nach München um an einer renommierten Tanzschule zu studieren. Im verregneten und unfreundlichen Deutschland angekommen erlebt sie bereits nach kurzer Zeit eine völlig aufgelöste und verängstigte Schülerin, welche aus der Balletschule gestürzt kommt. Von diesem Ereignis verängstigt und weil sie mitten in der Nacht nicht in die Schule eingelassen wird, übernachtet Suzy in einem Hotel. Als sie am nächsten Morgen wieder zur Ballettschule zurückkehrt, erfährt sie, dass eben jenes verängstigte Mädchen aus der letzten Nacht, ermordet worden ist. Mit dem Beginn ihres Ballettunterrichtes beginnt für Suzy gleichsam ein psychedelischer Horrortrip, der die tiefsten Urängste des menschlichen Daseins hervorruft...

Dario Argento, Meister des italienischen Horrorfilms. Dieses und Ähnliches kann man über ihn lesen, wenn man durch das Internet surft, auf der Suche nach ein paar Fakten zu seiner Person. Gleich vorweg: Viele seiner Filme habe ich noch nicht gesehen. Suspiria ist im Grunde gar mein aller Erster reiner Argento-Film.

Nach allem was ich aus Filmbesprechungen zu seinen anderen Werken wie Tenebre, Phenomena oder auch Profondo Rosso entnehmen konnte, scheint es Argento zu lieben, unbedarfte Amerikaner auf das europäische Festland loszulassen. Oder ist es eher anders herum? Bricht nicht eher das alte, mysteriöse Europa über hippe Amerikaner herein?

So jedenfalls könnte man Suzys Welt charakterisieren, die sich in Deutschland zunächst sichtlich unwohl fühlt. Und sie tut recht daran. Argentos Figuren sind fast allesamt irgendwie mysteriös, bilden einen deutlichen Kontrast zur jungen, naiven Suzy. Frau Tanner zum Beispiel, eine Lehrerin an der Tanzschule. Sehr maskulin, militärisch-zackig in ihrem Auftreten. Der hässliche, wortkarge weil stumme Pawel. Eine merkwürdige Figur, bei der man sich durchaus nicht unberechtigt fragt, ob hier nicht Frankenstein Pate gestanden hat. Dann die Schulleiterin. Scheinbar eine liebe Frau, die nur das Beste für ihre Schützlinge will. Doch man wird das Gefühl nicht los, dass hier mehr Schein als Sein dahinter steckt.

Was Argento mit seinen Figuren macht, führt er mit seiner einzigartigen Optik fort. Krasse Farbkontraste, die im Film dennoch seltsam harmonisch wirken. Rot ist scheinbar die alles beherrschende Grundfarbe des Films. Im Zusammenspiel mit der barocken Architektur die sich teils durch den ganzen Film zieht, ergibt sich somit ein einzigartiges Spiel für die Augen.

Auch der Soundtrack reiht sich in das inhaltliche und optische Konzept perfekt ein. Goblin, die mit ihren Synthesizer-Klängen die musikalische Untermalung liefern, sind wahrlich Meister zu nennen. Der Soundtrack wirkt schaurig-schön. Gänsehaut, aber dennoch seltsam beruhigend.

All diese Stilmittel sorgen für ein unglaublich intensives Erlebnis beim Zuschauer. Man wird förmlich in diese Welt hineingesogen, verliert sich in ihr. Dabei arbeitet Argento mit einer Mixtur aus der bereits beschriebenen Bilder-und Soundsprache, wie auch mit altbewährten Horrorkniffen. Der Film ist jedoch alles andere als ein Schlachtfest, wie die etwa zur selben Zeit bzw. kurze Zeit später einsetzenden Slasherfilme in den USA. Suspiria ist intelligente Unterhaltung, ein Rausch für die Sinne. Ein wirkliches Meisterwerk.

10/10.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dario Argento - Horrorfilmlegende oder Regie-Horror?
BeitragVerfasst: 29. Sep 2010, 19:02 
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theNEWguy hat geschrieben:
Ich hoffe ich habe hier jetzt alles richtig gemacht, wenn nicht, seid euch nicht zu schade diesen Thread zu closen. :)


perfekt *lobaussprech* ;)

Kenne den Film nicht, muss zu meiner Schande aber auch gestehen dass ich relativ wenig Argentos kenne. Ich freue mich schon auf die Vorstellung von "Phenomena" :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Dario Argento - Horrorfilmlegende oder Regie-Horror?
BeitragVerfasst: 29. Sep 2010, 19:06 
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Ryker hat geschrieben:
theNEWguy hat geschrieben:
Ich hoffe ich habe hier jetzt alles richtig gemacht, wenn nicht, seid euch nicht zu schade diesen Thread zu closen. :)


perfekt *lobaussprech* ;)

Kenne den Film nicht, muss zu meiner Schande aber auch gestehen dass ich relativ wenig Argentos kenne. Ich freue mich schon auf die Vorstellung von "Phenomena" :mrgreen:


Suspiria ist auch mein Erster. @-)

Ich muss mir die anderen Filme auch erstmal besorgen. Aber es gibt ja sicherlich eine Menge Menschen hier, die seine anderen Filme auch kennen.

Im Übrigen: wie geil ist denn dieser Smiley.... @-) . Passt perfekt zum derzeitigen Geisteszustand. Genial.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dario Argento - Horrorfilmlegende oder Regie-Horror?
BeitragVerfasst: 29. Sep 2010, 19:07 
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Also Phenomena würde ich hier reinstellen. sag mirr einfach bescheid ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Dario Argento - Horrorfilmlegende oder Regie-Horror?
BeitragVerfasst: 29. Sep 2010, 19:23 
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Argento hat schon einige richtig gute Filme gemacht. Meine Nummer 1 steht leider auf der bösen Liste. Von daher weiß ich nicht genau, ob eine Nennung hier erwünscht ist. Gleich dahinter kommen dann ziemlich auf gleicher Höhe "Phenomena", "Suspiria" und "Deep Red".
Demnächst kommt ja "Inferno" endlich von "Camera Obscura", dem ich dann nochmal eine neue Chance geben werde, da er mich beim ersten Sichten nicht ganz so überzeugt hat. Aber eine gewisse Faszination haben fast alle seiner älteren Werke, wobei ich endlich mal "Sleepless" schauen muss. Das ist der letzte, der mir noch fehlt und mich auch interessiert.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dario Argento - Horrorfilmlegende oder Regie-Horror?
BeitragVerfasst: 29. Sep 2010, 19:37 
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Undertaker hat geschrieben:
Meine Nummer 1 steht leider auf der bösen Liste. Von daher weiß ich nicht genau, ob eine Nennung hier erwünscht ist.


Also so wie ich die Forenregeln interpretiere ist die Nennung von Filmen von der "Bösen" Liste nicht problematisch, eine Verlinkung zu Shops etc. will ich aber nicht sehen ;)

Im Zweifelsfall warten wir mal wie sich die Admins dazu äussern. Immer im Hinterkopf behalten werden muss, dass dieses Forum in Deutschland registriert ist und wir uns an das JuschG halten MÜSSEN.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dario Argento - Horrorfilmlegende oder Regie-Horror?
BeitragVerfasst: 29. Sep 2010, 21:12 
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Undertaker hat geschrieben:
Argento hat schon einige richtig gute Filme gemacht. Meine Nummer 1 steht leider auf der bösen Liste. Von daher weiß ich nicht genau, ob eine Nennung hier erwünscht ist.

Wir nehmen uns hier das recht raus über alle Filme zu diskutieren und zu quatschen. Das fehlt noch das wir uns sagen lassen über was wir zu reden haben. Es sollte aber alles im Rahmen bleiben. Keine unnötigen Hardcore-Splatter-Pics und wenn möglich einen Trailer suchen in dem nicht die Eingeweide fliegen. Ach ja; jede Form von Werbung vermeiden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Dario Argento - Horrorfilmlegende oder Regie-Horror?
BeitragVerfasst: 29. Sep 2010, 22:12 
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Joo, über die Handlung bei Argento-Filmen braucht man eigentlich nicht viel Worte zu verlieren. Um es kurz zu fassen: Simpler (oder auch primitiver) gehts eigentlich nicht mehr. Entscheidend ist hier aber das WIE, also die Umsetzung der Vorlage. Stylistisch sind seine Filme perfekt, inhaltlich...naja. Ich muß allerdings gestehen daß ich von seinen neueren Werken noch keins gesehen habe, vielleicht hat sich da ja einiges verbessert. Besonders "Pelts" (aus der "Masters of Horror-Reihe) mit Meat Loaf soll ja ein ziemlicher Kracher sein. Meine Favoriten bis jetzt sind "Phenomena" und "Tenebre". Zu Suspiria wäre noch anzumerken, daß die Smashing Pumpkins das Thema auf ihrem letzten Rock am Ring - Gig als Intro verwendet haben. top+

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